Nachtfotografie (1) ❥

In diesem Beitrag geht das um das Fotografieren in der Nacht.

Welche Einstellungen eignen sich ?

Was brauch ich für Ausrüstung ?

Was muss ich beachten ?

In der Nachtfotografie sind die feinen Details das was das Bild ausmacht und so ist ein tiefer ISO Wert (zu den ISO Werten gibt’s auf meinem Blog auch einen Beitrag wenn ihr Lust habt, schaut vorbei 🙂 ) entscheidend. Durch diesen Wert wird das Bild nicht künstlich aufgehellt, sodass wir ein klares Schwarz aufnehmen können. Ich würde euch einen Wert von 100-200 empfehlen. Auch entscheidend für ein tolles Ergebnis ist die Blendenzahl, die auch entsprechend gewählt werden sollte. In der Nacht ist es dunkel das heißt, wir müssen die Blende weit öffnen, sodass viel Licht auf den Sensor kommt. Wenn wir die Blende in einer großen Öffnung einstellen (1-8), würde es zur Tiefenschärfe kommen und das wollen wir vermeiden. Eine Einstellung zwischen 9-13 würde ich euch raten. Die Belichtungszeit ergibt sich aus den zwei Einstellungen, es sollte zwischen 30 Sekunden und 2 Minuten belichtet werden. Dies sind alles nur grobe Richtwerte, passt es individuell an.

Tipp: Eure Einstellung passt ihr am besten an, indem ihr Testbilder macht.

Wenn ihr das alles beachtet, dürfte einem tollen Bild nichts mehr im Weg stehen. 😉

Ich habe euch mal ein paar Aufnahmen zusammengestellt die ich zur Annaberger Kät, in Kroatien und in Berlin gemacht habe.

DSC07369DSC07350DSC07353DSC04197DSC01268DSC01273DSC01246

in Kurzfassung: 

  • ISO 100-200
  • Blende f10-f13
  • Belichtungszeit 30 Sek. – 2 Minuten
  • macht Testaufnahmen und passt individuell an

Damit die Fotos gut gelingen braucht ihr?

  • Die Kamera
  • Ein (Weitwinkel) Objektiv mit großer Blendenzahl
  • Stativ
  • Fernauslöser (wenn vorhanden)
  • Taschenlampe
  • Geduld

Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende ❤

Eure Christina

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21 Antworten auf „Nachtfotografie (1) ❥

  1. Hallo liebe Christina,

    ein sehr guter Artikel. Nachtfotografie ist ein tolles Thema und ich glaube kein Fotograf kommt daran vorbei. Vielleicht kann ich noch 1-2 Dinge aus meiner Praxis ergänzen, wenn ich darf. 😉

    Ich persönlich (und persönlich möchte ich gerne unterstreichen, weil man es auch anders machen kann) nutze im Regelfall nur Blende 100, weil der Sensor alleine durch die Wahl der Belichtungszeit ausreichend Licht bekommt. Länger als 30 Sekunden belichte ich zumeist auch nicht, weil dadurch meist nicht wesentlich mehr Informationen auf den Sensor gelangen. Als Blende nutze ich meist nur Blende 8 (maximal 11) .

    In der Nacht ist es genau wie Du sagst – man muss testen, testen, testen. Wichtig ist immer, dass die Lichter nicht zu extrem überstrahlen. Im Idealfall ergeben sich die tollen Sternformen an den Lichtern (abhängig von der Verschlussform…soweit ich weiß). Tendenziell sollte man lieber etwas dunkler fotografieren als zu hell, so kann man im Raw-Datenformat immer noch etwas „retten“.

    Ein Vorschlag zur Ergänzung: Es empfiehlt sich immer im manuelle Modus zu fotografieren und den Autofokus abzuschalten, sobald die Scharfstellung einmal erfolgt ist. Um Wackler absolut auszuschließen ist meist auch Spiegelvorauslösung ratsam.

    Hast du noch mehr Langzeitbelichtungen bei Nacht?

    Viele Grüße
    Tobias

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    1. Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar 🙂
      Ich freue mich auch sehr über Ergänzungen oder Vorschläge zur Verbesserung, da ich das ganze auch „nur“ als Hobby betreibe.
      Ich wollte die Nachtfotografie einfach mal mit aufgreifen, auch wenn ich mehr im Thema Landschaftsfotografie bin.
      Danke auch nochmal für die Tipps und Ergänzungen.
      LG Christina

      Gefällt 1 Person

    2. @Tobias: Warum denn nicht länger als 30 Sekunden? Wenn ich unter 30 Sekunden bleibe, dann meist aus Faulheit, weil ich nicht im Bulb-Modus die Zeit mitstoppe, aber wenn es sehr dunkel ist und man die Blende eher geschlossen hat, dann muss man oft sogar deutlich länger als 30 Sek belichten und bekommt auch mehr Details auf den Sensor (glaube ich jedenfalls). Unter 30 Sekunden sollte man z.B. speziell bei Sternenfotografie bleiben, weil sich die Sterne sonst zu schnell um die Erde drehen und verwischen (aber das ist glaub ein anderes Thema, da hohe ISO und offene Blende)… Ich habe auch schon krasse Bilder gesehen, die 45 minuten belichtet waren (z.B. dunkler russischer Wald im Winter oder gewollte krumme Streifensterne). Aber ich muss zugeben, dass ich selbst sehr wenig Erfahrung mit Nachtfotografie gemacht habe (vor allem aus besagter Faulheit) und gerne dazulerne.

      Gefällt 1 Person

      1. @ullli23 Das ist ein persönlicher Erfahrungswert. Ich finde, dass im End nicht deutlich mehr Details im Bild erkennbar sind. Es schadet aber auch nicht…daher ist es jedem selbst überlassen. Bei Sternen gebe ich Dir in jedem Fall recht. Das Phänomen der zu langen Belichtung macht sich auch schon beim Mond bemerkbar. Den sollte man ohnehin nicht zu lange belichten aber wenn man es trotzdem macht, bemerkt man schnell die entstehende Unschärfe. Astro-Fotografie ist aber auch ein Thema für sich – die Profis haben auch noch gesondertes Equipment für optimale Ergebnisse. In den meisten Orten hierzulande ist es eh meist zu hell. Bei Interesse habe ich einen Link zu einem Dienst, der zeigt, wo es auf der Erde wirklich dunkel ist… Ich habe mal auf Fuerteventura versucht Sternenfotos zu schießen und selbst da war es noch zu hell…

        Gefällt 2 Personen

      2. Danke für die ausführliche Erklärung! Mond finde ich so ziemlich das Schwierigste überhaupt, was man so fotografieren kann, der leuchtet einfach zu hell. Zumindest, wenn man mehr als nur den Mond auf nem Bild haben möchte. Aber nur Mond mit Tele ist halt auch ein eher langweiliges Motiv und sobald Wolken oder Bäume oder irgendwas dazu soll, wird es extrem schwierig eine ausgewogene Belichtung zu finden. Doofer Mond. Und zu Astro-Fotografie hab ich mal nen Profi gesehen, der hatte die Kamera auf ner Schiene mit ner Art Motorschlitten und dann hat sich das praktisch ganz langsam mit der Erde mitbewegt, um lange belichten zu können und die Sterne scharf zu kriegen. Ziemlich aufwendig.
        Richtig dunkel hatte ich es bisher nur in der Wüste erlebt und da hatte ich kein Stativ zur Hand und hab nur Mist geknipst. Der Dunkeldienstlink interssiert mich sehr, wäre cool, wenn Du den postest! Ich selbst hatte oberhalb vom Schloss Neuschwanstein versucht Sterne zu knipsen, aber da hat man schon sehr viel Störlicht, was aber auch interresante Effekte mitsichbringt. Das Schloss selbst wird in grellem Weiß angestrahlt, was natprlich komplett ausbrennt und einfach nicht cool zu knipsen ist (also zumindest nicht mit der landschaft, wenn man nur das Schloss will, geht das schon).

        Gefällt 1 Person

  2. Ich hoffe du bist mir nicht böse aber mir sind die Fotos zu dunkel ! Hätte hier länger belichtet ! Ich mache ja auch schon 1/2 Jahr an dem Thema rum und habe sogar extra eine Rubrik in meinem Blog unter „Nachtfotografie“ ! Wenn du Lust hast kannst ja mal reinschauen. Ansonsten gebe ich dir in allem Recht was die Ausrüstung betrifft.
    Also Kritik finde ich darf auch mal sein und deshalb bloggen wir doch auch ! LG Manni

    Gefällt 2 Personen

    1. Alles gut, ich freue mich auch über Kritik und Vorschläge zur Verbesserung
      Auf den ersten Bildern wollte ich es dunkel haben, sodass der Blick wirklich nur auf den unterschiedlichen Farben liegt
      Das sehe ich auch so, vielen Dank 🙂

      Gefällt mir

      1. genauso sehe ich das auch ! Kritik kann auch positiv sein wenn sie im Rahmen bleibt. Ich bin ebenfalls froh über jede Kritik den daraus kann man nur lernen. Wenn du es so dunkel wolltest ist doch alles in Ordnung und völlig ok !
        LG Manni

        Gefällt 1 Person

  3. Die Bilder gefallen mir, es ist halt so, dass es einer dunkler mag und der andere (Manni) etwas heller. Das ist wie immer Geschmackssache. Über Belichtung, Zeiten usw. ist ja schon geschrieben worden. Ich möchte anmerken, dass auf jeden Fall noch, sofern vorhanden, der Bildstabilisator ausgeschaltet werden sollte. Sonst versucht er etwas auszugleichen, was nicht auszugleichen ist, sofern man ein Stativ nutzt, zum anderen leidet sonst das Objektiv.
    lieben Gruß
    Ewald

    Gefällt 1 Person

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